Ziemlich beste Freunde

Es gibt so Momente im Leben, an denen man innehält und sich Gedanken macht. Einer dieser Momente kommt mir jedes Mal, wenn ich den Film „Ziemlich beste Freunde“ sehe. Sicherlich ist dieser schon ein bisschen älter, allerdings bin ich bei diesem Film auch eher ein Nachzügler, denn französische Filme waren nie so ganz mein Fall.

Viele meiner Leser werden den Film gesehen haben und wenn nicht: Unbedingt nachholen! Aber wie komme ich jetzt dazu einen Post zu veröffentlichen über einen Film der bereits ein paar Jahre auf dem Buckel hat? Es wird auf jeden Fall keine Filmrezension, sondern ein Erfahrungsbericht, wie der Film in meinem Leben bestand hat.

Vor knapp 5 1/2 Jahren lernte ich einen neuen Kollegen kennen. Wir arbeiteten im selben Department, allerdings in unterschiedlichen Teams. So kam es, dass wir uns zwar sahen, allerdings keine beruflichen Touch-Points hatten. Wie es sich einige Monate später herausstellte, konnte er mich anfangs nicht leiden weil ich „immer so grimmig geschaut“ habe. Das änderte sich jedoch als er feststellte, warum ich so grimmig daherschaute. Es lag schlichtweg an den Umständen und der Umstrukturierung, welche damals wirklich keinen Spass gemacht hat. Nach ein paar Wochen hat er also genauso grimmig und entnervt geschaut, sobald man in’s Office kam.

Wie dem auch sei… Ich habe eine gute Menschenkenntnis entwickelt, wenn es darum geht, ob ich jemanden Fragen kann/ soll mir beim Toilettengang behilflich zu sein. Meistens liege ich dabei richtig, denn abgesehen davon dass man hierzu kein examinierter Altenpfleger sein muss, war es bisher nie ein Problem jemanden zu finden. Ein „Nein“ bei voller Blase kann durchaus unangenehm sein… Ich wusste, dass der neue Kollege ehemaliger Altenpfleger war. Dies kam nebenbei zur Sprache als man sich auf der Dachterrasse über den beruflichen Werdegang unterhalten hat. Einmal kurz den Mut zusammen genommen und den Kollegen direkt angesprochen! –> #pitstop hatte sich gelohnt und es entwickelte – das war wirklich ein First-Date-Erlebnis – eine Freundschaft.

In den letzten Jahren habe ich viele Menschen kennengelernt, sei es privat oder beruflich. Es entwickelten sich Freundschaften die hielten und halten, manche jedoch lösten sich auf. Wie bei jedem Menschen. Allerdings gibt es da dann den einen oder anderen, ohne den man sich das Leben nicht vorstellen kann. Er ist der beste von allen!

Wir waren zwei Mal in Berlin (je einmal beruflich und privat), wir haben zusammen gefeiert auch wenn es nichts zu feiern gab, wir haben zusammen getrauert wenn andere feierten. Auch wenn sich unsere Wege beruflich trennten und wir uns daher sehr viel seltener gesehen haben, hat sich an unserer Freundschaft nichts verändert!

Was ich mit diesem Post eigentlich sagen möchte: Alex, DANKE! Danke, dass es dich gibt!

P.S. –> 10! (Gruß vom zerlegten Türsteher aus dem Astra!)

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