SoMe Klassentreffen auf der #AFBMC

Auch wenn die letzten Urlaube einige Monate her sind und ich momentan kaum mehr aus dem Haus komme, ich war unterwegs! Endlich mal wieder raus aus der Wohnung. Leider waren die letzten Wochen sehr nervig und haben mich völlig ausgelastet – dazu aber mehr im Monatszyklus März – und daher kommt mein Reisebericht zur AFBMC in München erst jetzt.

#AFBMC

Was ist die #AFBMC eigentlich? Es ist die AllFacebook Conference welche 2 mal jährlich in München und Berlin stattfindet. Dieses Jahr war sie vom 14.03. bis 15.03., wobei für mich lediglich der 1. Tag relevant war. Kurzum: Ein Klassentreffen der Social Media Manager, Community Manager, PR, etc. Ich will mich damit auch gar nicht großartig aufhalten und zum eigentlichen Bericht kommen.

Anreise & Abreise

Ich muss gestehen, ich bin ein großer Fan von öffentlichen Verkehrsmitteln. Selbst wenn ich die Möglichkeit habe mit jemandem im Auto zu fahren, so bevorzuge ich dennoch meist Bahn & Co. (nichts ist schöner als Fliegen). So auch in diesem Fall wahr die Bahn mein Verkehrsmittel Nr. 1. Da ich lange nicht mehr Zug gefahren bin habe ich mich erstmal über den Mobilitätsservice der Deutschen Bahn informiert, wie ich denn Hilfe buchen/ anfordern kann. Da ich das Zugticket über das Reise-Buchungsportal meines Arbeitgebers gebucht habe, konnte ich leider nicht einsehen ob ein Zug barrierefrei ist oder nicht.

Online konnte ich alles problemlos buchen und – auch wenn es nicht unbedingt dem Webkomfort von 2017 entsprach – sämtliche Daten angeben. Es waren keine Fragen offen. Recht zügig bekam ich auch das Feedback vom Mobilitätsservice, welche mir mitteilten, dass die gewählte Verbindung Ravensburg – Ulm nicht barrierefrei ist. Es wäre zwar in Ulm kein Problem, da jedoch in Ravensburg kein Service vorhanden ist, könnte ich unter Umständen gar nicht in den Zug. Die Lösung wurde gleich angeboten: „Fahren Sie einen Zug früher!“. Gut mitgedacht von der oft gescholtenen Bahn.

Auf sämtlichen Strecken war ich dann auch tatsächlich vorangemeldet und die Zugbegleiter hatten alles vorbereitet. Ich war wirklich beeindruckt, dass sowohl die Hin- als auch Rückfahrt optimal durchorganisiert war. Danke an die Bahn!

Hotel

Auch das Hotel – Innside by Melia – habe ich über das Buchungsportal reserviert, welche einen klasse Service haben und mich unverzüglich angerufen haben, was meine „Sonderwünsche“ angehen. Es ist schon traurig, dass 2017 ein barrierefreies Zimmer ein Sonderwunsch ist und nicht einfach so ausgewählt werden kann. Die 1. Ernüchterung folgte bereits beim Telefonat. So sei ein barrierefreies Standardzimmer nicht vorhanden, sondern müsse als Suite gebucht werden. Aufpreis knackige € 40,-. Zum Glück war das für meinen Arbeitgeber okay und die Umbuchung binnen Minuten erledigt.

Angekommen im Hotel wurde man nett begrüßt und es schien alles wie bei meinen Valencia Reisen zu laufen. Zudem handelte es sich bei dieser Hotel-Kette um eine spanische, was mich eigentlich beruhigte. Auf dem Zimmer erfolgte dann jedoch die 2. Ernüchterung: Was zur Hölle soll hier denn bitte barrierefrei sein? Waschbecken, Dusche, Badewanne keine Spur von barrierefrei. Es war kurzum ein ganz normales Zimmer! Also gleich mal direkt bei der Rezeption nachgefragt: Es gäbe keine „speziellen“ barrierefreien Zimmer. Das ganze Hotel sei barrierefrei! Ja ne… Is‘ klar!

Na gut… Es hilft ja alles nix und eine Nacht wird schon gehen. Leider dauerte das morgendliche richten dann auch viel länger, als wenn das Zimmer wirklich barrierefrei gewesen wäre. Schade, denn so kam ich erst um 9:30 auf der Konferenz an.

Die Conference

Was soll man dazu schreiben? Das ganze Gelände war barrierefrei, jeder Tagungsraum zugänglich, die Toiletten sauber! Was will man mehr?!? Vielleicht auf Seiten der Veranstalter könnte man monieren, dass die in den Pausen genutzten Tische alles Stehtische waren. Das könnte man beim nächsten mal besser lösen, denn so ist eine Kommunikation auf Augenhöhe nur schwer möglich.

Fazit

Wie bei allem im Leben eines Rollstuhlfahrers und eines Menschen, der auf Assistenz angewiesen ist: Spontan geht gar nichts! Leider scheint dies sich auch in Zukunft nicht so schnell zu ändern. Allerdings merkt man doch, dass es – richtig geplant – durchaus möglich ist, auch an solchen Veranstaltungen teilzunehmen. Schade ist es jedoch, dass ein barrierefreies Hotelzimmer oftmals keine Selbstverständlichkeit ist.

Ein Dank geht auch an meine Schwester, welche sich bereiterkärt hat mich zu unterstützen und an meine tollen Kollegen, welche ebenfalls mir bei allem behilflich waren.

Das nächste Projekt für mich ist die „re-publica“ in Berlin. Hier habe ich zwar bereits ein Ticket, allerdings noch keine Assistenz. Wäre echt schade, wenn es wie im letzten Jahr daran scheitern würde. Zudem habe ich endlich die liebe Manu live kennen lernen können… Wäre echt schade, wenn wir auf der re-publica kein Bier zusammen hätten.

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