Social Media trifft auf Flüchtlinge

Als Social Media-/Community Manager ist man viel im „Netz“ unterwegs und bekommt so einen… Naja nennen wir es „Online-Spiegel“ der Offline-Gesellschaft. Was bei Twitter als „Trending Topic“ gelistet ist beschäftigt auch die Menschen in Kneipen, Cafés, Schule, Uni und am Arbeitsplatz. Offline wohlgemerkt!

Das kommende/ neue iPhone polarisiert und sowohl offline als auch online werden Diskussionen darüber nicht immer sachlich und objektiv behandelt. Fanlager und „Gläubiger“ treffen fanatisch aufeinander sodass auch Beleidigungen nicht ausbleiben. Ganz ehrlich: Für mich ist sowas dann einfach pure Unterhaltung und es hat was von Frauentausch auf Nerd Niveau. Hirn aus – Popcorn rein!

Anderes Beispiel: Egal ob on- oder offline, ein Gespräch zwischen einem Veganer und einem Fleischfresser (ich würde sagen „Nicht-Nahrungsmittel-Limitierten“) hat eher etwas vom „Kaltem Krieg“ anstatt einer offenen Unterhaltung. Im Gegensatz zu Android-Fanboy vs. iPhone-Fanboy sinkt hier bereits der Unterhaltungslevel und #facepalm steigt bezüglich der Ignoranz beider Lager. Zweifel an der Sinnhaftigkeit sind durchaus berechtigt.

So, nun zum eigentlichen Grund für diesen Post. Egal ob in den klassischen Medien TV, Radio, Zeitungen oder die „Sozialen“ wie Twitter & Facebook: Die Flüchtlingsdebatte hat uns alle erreicht. Mit einem gravierenden Unterschied: Die Art und Weise des Hasses, welcher Flüchtlingen im Netz unter dem Deckmantel der Anonymität entgegenschlägt unterscheidet sich kaum von dem der Neo-Nazis direkt vor Flüchtlingsunterkünften.

…ab mit denen ins Gas!

– Facebook User –

Okay, ich musste den User anonymisieren und zudem 3-4 Rechtscheibfehler korrigieren. Traurig aber wahr!

Warum werden soziale Netze für braune Hetze genutzt? Warum wird nicht direkt auf die Flüchtlinge eingeschlagen? Es ist schlichtweg einfacher und gemütlicher! Man sitzt zu Hause in seinem Heim und ein Like, Share, Comment ist schnell und einfach gemacht. Konfrontation von Angesicht zu Angesicht mit den Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien, Lybien, Afghanistan? Fehlanzeige! Sich direkt mit den Gründen, warum die Heimat fluchtartig verlassen wurde? Keine Chance!

Ein Foto, dass scheinbar den Umgang mit Spenden zeigt wird unverifiziert geteilt und mit Kommentaren versehen, die in Deutschland vor 70 Jahren ebenfalls „Trending Topics“ waren. Eine Aufarbeitung dagegen findet in den sozialen Medien dagegen kaum Beachtung. Wie hier geschickt mit Emotionen gespielt wird, hat Fanpage Karma anschaulich dargestellt. Wirklich lesenswert!

Was bleibt noch zu sagen? Ich kotze im Viereck wenn ich diese braune Propaganda auf Facebook und Twitter sehe! Noch schlimmer sind die User, die solche Inhalte unverifiziert für bare Münze halten, teilen und kommentieren! Vielleicht brauchen wir ja wieder einen Krieg um uns darüber Gedanken zu machen, welch gutes Leben wir haben und wie wertvoll ein zu Hause ist. Eine Social Media Sperre für manch einen User wäre allerdings auch eine Alternative…

Just my two Cents!

 

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