Konzert für’n Ars**! #grmpf!

„Ganz schön viele Ärsche hier…“ Na gut, ein bisschen überspitzt ausgedrückt, aber aus meiner Sicht sehe ich eben genau dies auf vielen Konzerten.

Worum geht es denn nun genau? Okay, man trifft mich nicht nur ab und an im Stadion, sondern auch auf Konzerten. Mittlerweile bin ich 36 und daher auch ruhiger geworden, denn die meisten Acts auf meiner 2-See-List habe ich bereits gesehen, oder diese sind – sad but true – verstorben. Dennoch ergab es sich, dass ich Anfang Juni innerhalb ein paar Tagen, zwei Mal in München war.

Pennywise & Good Riddance @ Backstage

Pennywise sehe ich ca. 1-2 Mal im Jahr und man kennt sich quasi. Nicht weniger ein Grund sich dies dennoch ein weiteres mal durch die Ohren gehen zu lassen. Zumal der Support von Good Riddance geleistet wurde, welche ich zuletzt 1999 gesehen habe. Mein BFF und sein Bruder hatten ebenfalls Lust und Zeit. Auch das Backstage ist quasi ein alter Bekannter und somit wusste ich, mit welchen Barrieren zu rechnen war: Gar keine! Der Zugang ist barrierefrei und auch das Bier kann ohne größeren Aufwand „entsorgt“ werden. Warum allerdings Behindertentoiletten hierzulande eher an 3. Welt Toiletten erinnert wird mir ewig ein Rätsel bleiben.

Von der Show her gab es anfangs allerdings nicht viel für mich zu sehen. Man traf sich mit Freunden am Merch! Ronaldo habe ich nun auch schon zwei Jahre nicht mehr gesehen, sodass es einiges zu quatschen/ trinken gab. Pennywise konnte ich dann aufgrund der Gästeliste und des AAA-Passes dann recht entspannt aus dem Backstage Bereich sehen. Okay, der Sound ist von der Seite her nicht so berauschend, allerdings habe ich hier keine Gefahr zertrampelt zu werden.

Cypress Hill @ Zenith

Das Zenith war eine Location in der ich bisher noch nie gewesen bin. Das liegt vermutlich daran, dass hier eher größere bzw. bekanntere Acts spielen. Aber Cypress Hill auf Club-Tour?!? Dazu noch das 25. Jubiläum? Da muss man doch einfach hin! Zum ersten Mal ging es mit Anita und Andy nach München. Andy ist von je her einer, der gerne alles im voraus klärt, sodass er beim Veranstalter nach Rolli-Plätzen fragte. Leider ohne klare Antwort. Allerdings konnte man über Umwege (Eventim und Ticketmaster verfügen seltenst über Rolli-Tickets) direkt beim Veranstalter Rollstuhlfahrer-Tickets bestellen (die Eventim-Tickets waren allerdings um Längen attraktiver).

An der Location angekommen erstmal positiv überrascht: Es gab tatsächlich Behinderten-Parkplätze! Wow! Sieht man doch recht selten. Auch der Eingang incl. Security Check waren ohne Hindernisse. Dann die Nachfrage nach Rollstuhl-Plätzen, denn die Location war recht groß und sehr dunkel. Wirklich dunkel!

Plätze? Fehlanzeige! Sehr schade, denn den Rest vom Abend verbrachte ich damit, recht weit hinten zu stehen und angerempelt zu werden! Vom Sound her waren die Plätze in der Nähe des Notausgangs auch keine Alternative. Also hörte ich kaum was vom Sound, sah die meiste Zeit nur Ärsche und versuchte diesen auszuweichen.

Anita und Andy blieben die Zeit über bei mir, was ich ihnen auch hoch anrechnen muss.

Sehr schade, denn wie Inklusion auf Konzerten aussieht, konnte ich vor einiger Zeit im Astra Kulturhaus erleben. Hier hatte man tolle Sicht, guten Sound und dennoch nicht das Gefühl auf einem Podest abseits der Stimmung zu stehen.

Fazit: Beim ersten Mal tut es immer weh! Ja leider! Cypress Hill werde ich wohl in einer anderen Location nochmals zum 1. Mal live erleben müssen!

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