Google Plus – So stirbt ein Netzwerk

Okay ich muss gleich vorweg gestehen: Ich steh auf Google und deren Produkte! Gmail, Maps, Docs, Translate und vor allem Calendar… Auch Google Chrome ist auf all meinen Devices der Standard-Browser. Der ein oder andere würde mich als Apple-Fanboy betrachten – aufgrund diverser iOS Geräte, MacBooks, Apple TV und iBook (die Hardware! Nicht die App!) kann ich das sogar verstehen. Dennoch bin ich nicht blind und habe besonders bei Software hohe Ansprüche. Hier komme ich um Google nicht herum und lebe gerne mit dieser „Win-Win-Situation. Meine Daten gegen kostenfreie und smarte Produkte.

Ein Produkt aus Mountain View dagegen konnte ich nie so recht verstehen: Google Plus bzw. Google+.

Als Google am 28. Juni 2011 mit Plus live ging war noch zwingend ein Invite notwendig. Eine künstliche Verknappung die ihren Zweck nicht verfehlt hat, warteten doch alle auf eine Alternative zum Platzhirsch Facebook. Ende September 2011 konnte nun jeder das neue, hippe Netzwerk nutzen und hatte binnen 88 Tagen über 40 Millionen registrierte User. Registrierte User – Wohgemerkt ! Aktive User auszumachen wird von Tag zu Tag schwerer.

Durch den Android-Boom hatte quasi jeder mit einer Gmail Adresse auch ein Profil in Mountain View. Diese zwingende Verknüpfung gab Google erst im April 2014 auf, was wohl ein Zeichen sein könnte, dass Google selbst nicht ganz zufrieden war mit der Entwicklung. Was bleibt sind Millionen Profile ohne wirklichen Content. Dazu einige – sehr gepflegte – Business Profile namhafter Hersteller. Diese nutzen das Netzwerk sehr ausgiebig und pflegen Profile und Daten – zum Teil besser als auf Facebook. Nur was bringt all dieser Aufwand wenn die User nicht interagieren?

Nun der nächste Cut: YouTube benötigt kein Google Plus Profil mehr!

Ich für meinen Teil habe ab und an bei Google Plus etwas gepostet, allerdings nicht länger verfolgt. Warum? Xing und LinkedIn gemeinsam pflegen? Gerne! Denn es geht simpel und einfach. Facebook und Google Plus? Dann bleibe ich doch lieber auf Facebook und richte mich hier ordentlich ein. Die Usability von Google Plus habe ich nie so recht verstanden und es gibt nicht viele Gründe es verstehen zu wollen/ müssen.

Was bleibt noch zu sagen? Laut den Kollegen von WinFuture scheint Google selbst nicht mehr an sein Netzwerk zu glauben. Dem stimme ich zu und hoffe dass Google seine frei werdenden Kapazitäten in die anderen, wirklich guten Produkte investiert.

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  1. Pingback: Stagefright entblößt Android - get nasty

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