Amsterdam is calling – hang up!

Amsterdam… Seit vielen Monaten (wenn nicht sogar noch länger) würde ich gerne nach Amsterdam.

Sicherlich reizt mich die Möglichkeit, quasi nach Belieben einen Joint zu rauchen, aber davon abgesehen ist die Stadt eine der interessantesten Metropolen überhaupt.

Letzte Woche wurde ich über LinkedIn von einer Social Media Agentur angeschrieben, ob ich bei Ihnen nicht als Community Manager anfangen möchte. Meine Vita muss denen wohl gefallen haben. Ich war doch stark überrascht, denn sowas passiert nicht alle Tage und dazu noch Amsterdam! Hey, welch ein Glück! Oder etwa doch nicht?!?

Natürlich nicht! Ich hab doch tatsächlich auf meinem Profil nirgends stehen, dass ich ja Schwerstbehindert bin. Nach ein paar E-Mails war dann auch klar, dass Altbau im 3. Stockwerk ohne Fahrstuhl und passender Toilette der Fall erledigt war. Kann ja passieren…

Die Tage danach habe ich mir Gedanken gemacht, ob es – wenn die Räumlichkeiten gepasst hätten – ich überhaupt eine Chance gehabt hätte. Assistenz bekomme ich selbst im EU-Ausland nicht. Aber selbst versorgen ist ja nicht. Auch innerhalb Deutschlands wäre es zwar möglich, aber ein nahtloser Übergang eher unwahrscheinlich. Selbst hier in fucking Ravensburg (wie ich es hier hasse zu „leben“) nimmt sich das Landratsamt soviel Zeit um über die Verlängerung des persönlichen Budgets zu entscheiden, dass ich aktuell ca. € 11.000 Schulden angesammelt habe und nur hoffen kann, dass ich da raus komme.

Jetzt weiß ich, dass viele Träume sich schlichtweg erledigt haben. Das baut mich auf… NICHT!

Fick dich „Leben“!

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